Die Veränderung, die den Besuch prägt
Kann man den Uluru besteigen? Nein – hier erfahren Sie, warum, und was es bedeutet
Die Besteigung wurde 2019 eingestellt und hat die Art und Weise, wie jeder den Felsen erlebt, grundlegend verändert.
Die kurze Antwort
Nein. Die Besteigung des Uluru wurde am 26. Oktober 2019 auf den langjährigen Wunsch der traditionellen Eigentümer, der Anangu, für die der Uluru ein zutiefst heiliger Ort ist, dauerhaft geschlossen. Es gibt keine Ausnahmen, keine saisonale Wiedereröffnung und keine Pläne, dies rückgängig zu machen. Die Kette und der alte Aufstiegsweg sind entfernt, und der Versuch zu klettern ist nicht gestattet.
Warum er geschlossen wurde
Die Anangu hatten Besucher jahrzehntelang gebeten, nicht zu klettern – sowohl aus Respekt vor der spirituellen Bedeutung des Ortes als auch wegen der Todesfälle und Umweltschäden, die der Aufstieg verursachte. Als die Zahl der Kletterer unter einen Schwellenwert fiel und das gemeinsame Management des Parks zustimmte, wurde die Schließung beschlossen. Sie gilt weithin als ein Akt des Respekts, der das Besuchererlebnis vertieft und nicht geschmälert hat.
Was Sie stattdessen tun können
Alles, was den Uluru so außergewöhnlich macht, steht Ihnen weiterhin offen: der Basisrundgang um den gesamten Felsen, die wechselnden Farben bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, kulturelle Touren mit den Anangu, die Felsmalereien und Wasserlöcher sowie das Field of Light. Viele Besucher, die den Aufstieg vermeiden wollten, empfinden das bodennahe, geführte Erlebnis als weitaus bedeutungsvoller.
Kata Tjuta, gleich nebenan
Derselbe Nationalpark beherbergt Kata Tjuta (die Olgas), eine Ansammlung massiver, kuppelförmiger Felsformationen, die nur eine kurze Autofahrt entfernt liegen, mit den hervorragenden Wanderwegen Valley of the Winds und Walpa Gorge. Oft wird es neben dem Uluru übersehen, ist aber für sich genommen spektakulär und rundet einen Besuch im Red Centre wunderbar ab.
Respektvoller Besuch
Da die Besteigung geschlossen ist, steht bei einem gelungenen Uluru-Besuch der Respekt im Vordergrund: auf den markierten Wegen bleiben, die ausgeschilderten heiligen Stätten nicht fotografieren und sich die Zeit nehmen, die Geschichten der Anangu im Rahmen einer kulturellen Tour kennenzulernen. Es geht weniger darum, den Felsen zu bezwingen, sondern vielmehr darum, ihn zu verstehen – genau das, was sich die traditionellen Eigentümer immer erhofft haben.
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